Geschichte

Creidlitz wird erstmalig im Jahre 870 in einer Königsurkunde Ludwigs des Deutschen mit dem Namen Grilizi. Immerhin 186 Jahre vor der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt Coburg. Es lag an einer Handelsstraße zwischen Nürnberg und Leipzig. Im Jahr 1910 hatte der Ort 614 Einwohner. Am 1. Juli 1920 kam Creidlitz nach einer Volksabstimmung und dem darauffolgenden Staatsvertrag mit dem Freistaat Coburg zu Bayern. Leider sind erste Aufzeichnungen über die Geschichte unserer Schule erst ab dem 18. Jahrhundert noch auffindbar. 

Beginn des 18. Jahrhundert Die Creidlitzer Schüler müssen die Schule in Seidmannsdorf besuchen. Dies bringt jeden Tag einen langen und beschwerlichen Schulweg mit sich. Es gibt immer wieder kurze Unterbrechungen in denen die Kinder in Creidlitz unterrichtet werden. Jedoch sind die Umstände derart schlecht das dies nur von kurzer Dauer war.

1838 Die Creidlitzer Kinder werden der Schule in Niederfüllbach zugeschlagen. In der damaligen Zeit wird das von der Bevölkerung sehr begrüßt, weil dadurch der Schulweg der Kinder sich erheblich verkürzt.

1840 Die Creidlitzer Pfarrei wird ebenfalls Niederfüllbach angegliedert.

1876 Diskussion über den Bau einer neuen Schule in Creidlitz oder Niederfüllbach.

1904 Da die Creidlitzer Bevölkerung infolge der Industrialisierung enorm gestiegen ist, wird der Bau eines eigenen Schulhauses notwendig. Wie der Pfarrer Greiner in seiner Chronik berichtet, betreibt der damalige Schultheiß Gehrlicher den Bau energisch. Ihm gebührt die volle Anerkennung für seine Weitsicht und sein Verhandlungsgeschick. Hat er doch bewirkt das die Niederfüllbacher ca. 12.000 Mark ausbezahlen müssen. Als Bauplatz für den Schulhausbau stehen zwei Grundstücke zur Diskussion. Eines am Röthenhügel (gegenüber des heutigen Kindergartens) und eines am "Bücherschen Berge", dem heutigen Standort. Hier wird in den Jahren 1903 und 1904 das heutige Schulhaus errichtet.

11. April 1904 Einweihung des Creidlitzer Schulhauses

14. April 1904 Eröffnung des Unterrichtbetriebs. Es werden 93 Schüler von einem Lehrer unterrichtet.

1913 Aufgrund der enorm gestiegenen Schülerzahlen (ca. 170 Schüler) wird die Schule um zwei Klassen erweitert.

nach 1945 Nach Ende des zweiten Weltkrieges müssen 220 Schüler in vier Klassenräumen schichtweise unterrichtet werden. Hierzu zählen auch die Kinder aus Triebsdorf. Im Gang des Erdgeschosses ist der Kindergarten untergebracht, später wird dort eine behelfsmäßige Schulküche eingerichtet. An zwei Nachmittagen ist die Landwirtschaftliche Berufsschule zu Gast und Sonntags findet in den Klassenräumen evangelischer und katholischer Gottesdienst statt. Im Keller des Anbaus ist sogar ein Volksbad mit Duschen und Wannenbädern untergebracht.

1954 Die Schule Creidlitz feiert Ihr 50-jähriges Jubiläum mit einem Festkommers und mit einem Kinderfest. Die Tradition dieses jährlichen Kinderfestes bleibt bis zum heutigen Tag bestehen.

1958 Ende des Schichtunterrichts da durch die Auflösung der Lehrerdienstwohnung im Erdgeschoß Platz für einen fünften Klassenraum gewonnen wurde. Im Zuge der gleichen Baumaßnahmen werden die sanitären Anlagen vom Nebengebäude, hier steht heute das Feuerwehrhaus, ins Schulhaus verlegt.

1964 Errichtung der Schulturnhalle im ehemaligen Schulgarten. Die Triebsdorfer Gastschüler müssen an die Volksschule Ahorn überwiesen werden. Daraufhin wird die Creidlitzer Schule nur noch vierklassig geführt. Ebenfalls in diesem Jahr erste Gespräche mit Niederfüllbach über die Gründung einer Verbandsschule Creidlitz-Niederfüllbach.

1966 Der Gemeinderat Creidlitz lehnt die Bildung einer Verbandsschule Creidlitz-Niederfüllbach-Seidmannsdorf-Lützelbuch-Rögen ab.

1968 Die Gemeinderäte und die Elternbeiräte geben Ihre Einwilligung zur Bildung eines Schulverbandes Creidlitz-Niederfüllbach auf Probe. 330 Kinder werden in den Schulhäusern von Creidlitz und Niederfüllbach unterrichtet.

1971 Die Kinder der 5. Jahrgangsstufe werden an die Rückertschule in Coburg überwiesen.

1972 Im Rahmen der Gebietsreform wird der Schulverband Creidlitz-Niederfüllbach wieder aufgelöst.In Creidlitz besuchen 115 Kinder die Schule.

1980 Rückgang der Schülerzahlen auf 87 Kinder. Die Auflösung der Schule wird das erstemal diskutiert.

2002 Umfassende Renovierung der Grundschule Creidlitz durch die Stadt Coburg.

2004 Nach einer bewegten Geschichte feiert die Schule in Creidlitz ihr 100-jähriges Jubiläum. Im Jubiläumsjahr besuchen 51 Kinder die Schule.

2012 Umbenennung der Volksschule Coburg-Creidlitz in Grundschule Coburg Creidlitz

 

Quelle: Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum, Herr Roland Weiß